Chemie

Zentrales Ziel des Chemieunterrichts ist es nach wie vor, die Naturwissenschaftliche Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler (SuS) zu entwickeln.
Eine reflektierte Teilhabe an der modernen Welt ist ohne eine naturwissenschaftliche Grundbildung nicht möglich. Genau dafür sollen im Chemieunterricht Interesse und Neugierde geweckt werden.

Die Selbsttätigkeit der SuS intensiviert sich ab der 7. Klassenstufe. Sie übernehmen zunehmend Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens und Lernens. Der Chemieunterricht knüpft an die Erfahrungs- und Lebenswelt der Jugendlichen an. Nicht zuletzt dadurch werden komplexere Themen und aktuelle Probleme zum Unterrichtsgegenstand.

Für den Kompetenzbereich Fachwissen sind die Inhalte für das Fach Chemie für die Sekundarstufe I & II in vier Basiskonzepte unterteilt:

  • Das Stoff-Teilchen-Konzept
  • Das Struktur-Eigenschaft-Konzept
  • Das Konzept zur chemischen Reaktion
  • Das Energie-Konzept

Die Vermittlung des Wissens erfolgt durch einen heterogenen Unterricht. Um den Erkenntnisgewinn zu unterstützen werden umfangreiche Experimente durchgeführt.

 

Klasse 7

Untersuchen von Stoffen – Metalle – Umwandlung von Stoffen
Wahlpflicht: Chromatographie

In dieser Klassenstufe erfolgt ein behutsames Heranführen an prinzipielle und grundlegende Arbeitstechniken (Glasbearbeitung, Erhitzen von Flüssigkeiten, Filtrieren) in der Chemie. Zum Thema „Auftrennen von Gemischen" wird es ein Praktikum geben.
Im Wahlpflichtthema „Chromatographie" lernen die SuS noch ein weiteres wichtiges chemisches Trennverfahren am praktischen Beispiel kennen. (Auftrennung eines Farbstoffs)

Klasse 8

Luft – Wasser – Kochsalz und andere Salze – Reaktionen von Metallen und Nichtmetallen – Säuren
Wahlpflicht: Wasserstoff als Energieträger

Das Ziel in der 8. Klasse besteht darin, den Erwerb von Wissen über Stoffe und Reaktionen, die die Vielfalt und Komplexität chemischer Vorgänge in allen Lebensbereichen erkennen lassen, zu unterstützen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei im Entwickeln fachspeziefischer Arbeitsweisen und um den Umgang mit einer angemessenen Nutzung der Fachsprache. Rein thematisch wird die Bildung salzartiger Strukturen, ihre Eigenschaften und ihre Bildung aus unterschiedlichen Ausgangstoffen behandelt. Des Weiterem erfolgt die Einführung in die Materie der Säuren und sauren Lösungen.

Klasse 9

Saure, basische und neutrale Lösungen – Vom Kohlenstoff bis zum Kalkstein –
Chemische Berechnungen – Organische Stoffgemische – Alkohole
Wahlpflicht: Die Herstellung eines Obstweins

Neben der Vertiefung des in Klasse 8 begonnenen Themas „Säuren" erfolgt die logische Weiterführung zu den „Basen" und den „Neutralisationen". Über die speziellen Eigenschaften des Elements Kohlenstoff (Modifikationen) gibt es den ersten Einblick in die Organische Chemie, die Chemie der Kohlenwasserstoffe. Neben den Alkanen, Alkenen und Alkinen werden auch die Alkanole eine große Rolle spielen.
Praktische Anwendung erfährt die Alkoholproduktion durch das Ansetzen eines Obstweins durch die SuS.
Zusätzlich zum Lehrplan wird das chemische Rechnen einen großen Bereich einnehmen. Die Berechnung von Stoffmengen, Volumina und Massen sollten die SuS anschließend verinnerlicht haben und sollten permanent als Grundwissen zur Verfügung stehen.

Klasse 10

Von der Essigsäure zu den Estern – Zusammensetzung unserer Lebensmittel –
Den Stoffen analytisch auf der Spur – Moderne Werkstoffe (Kunststoffe)
Wahlpflicht: Duft- und Aromastoffe

Das größte Thema in der 10. Jahrgangstufe wird die Untersuchung der Inhaltstoffe von Lebensmitteln einnehmen. Neben dem prinzipiellen Aufbau (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße) werden auch die analytischen Methoden intensiv behandelt werden. Dazu wird es ein Praktikum geben. 

Im Wahlbereich "Duft- und Aromastoffe" erhalten die SuS die Möglichkeit Fruchtester, auf Grundlage natürlich vorkommender Vertreter, zu synthetisieren. 

Die interessanteste Herausforderung stellt sicherlich das Analytik-Praktikum dar. Die Identifizierung unbekannter anorganischer Substanzen setzt ein hohes Maß an Kreativität, Wissen und praktischer Erfahrung voraus.

Selbstverständlich können auch im Fach Chemie Facharbeiten angefertigt werden.

Klasse 11 - Grundkurs

Stoffe & PSE – Redoxreaktionen der Nebengruppenelemente – Elektrochemische Reaktionen – Energie bei chemischen Reaktionen
Wahlpflicht: Komplexverbindungen

In der Mittelstufe haben die SuS ein solides und breit gefächertes Grundwissen erworben. Sie führen das Fach Chemie nun mit dem Ziel fort, ihre naturwissenschaftliche Allgemeinbildung zu vertiefen und ihre methodischen Kompetenzen zu erweitern. Die verschiedenen chemischen Konzepte stellen für die SuS die Leitlinie bei der Auseinandersetzung mit der Chemie dar. 

Alle bereits bekannten Themen werden differenzierter als bisher betrachtet und ausgewertet. Mit der Einführung neuer Themen (Chemie der Nebengruppen, Komplexchemie, Elekrochemie) werden Alltagsphänomene, technische Prozesse und Lebensvorgänge mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen verknüpft. Das schließt auch einen nicht uninteressanten Exkurs in den Bericht der Biochemie mit ein. Begleitend zum Unterricht werden viele Experimente durchgeführt, die den Erkenntnisgewinn unterstützen sollen. 

Klasse 12- Grundkurs

Chemische Gleichgewichte – Säure-Base-Gleichgewichte – Organische Stoffe
Wahlpflicht: Reaktionen aromatischer Verbindungen

Aufbauend auf dem in vorherigen Jahrgangsstufen erworbenen Wissens zu reversiblen Reaktionen, erkennen die SuS, dass viele chemischen Prozessen ein dynamisches Gleichgewicht zugrunde liegt. Das Massenwirkungsgesetz befähigt die SuS zur Vorhersage der Auswirkungen von Konzentrationsänderungen und erlaubt die Durchführung einfacher Berechnungen. Das Prinzip von Le Chatelier erweitert qualitativ die Betrachtung der Störung des Gleichgewichts durch das Einwirken von äußeren Faktoren. Erweitert wird das Wissen um biochemische Vorränge durch die Betrachtungen der Säure-Base-Gleichgewichte. Die Chemie von organischen Stoffen, speziell die Chemie der Ringsysteme und Aromaten, stellt den Abschluss des Schuljahres dar.

„Die Schule sollte es sich immer zum Ziele setzen, den jungen Menschen als harmonische Persönlichkeit und nicht als Spezialisten zu entlassen."
(Albert Einstein)

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